
- Health-Center Mamfe
Krankenstation
Im Rahmen ihrer mittlerweile 45-jährigen Missionsarbeit in Kamerun haben die Vereinigten Missionsfreunde e.V. (VMF) gemeinsam mit ihrer einheimischen Partnermission Full-Gospel-Mission-Cameroon (FGM) zahlreiche soziale Projekte verwirklicht. Insgesamt betreibt die FGM 26 soziale Einrichtungen (non profit making) mit ca. 350 angestellten Mitarbeitern.
Technikerschule/Hauswirtschaftsschule Muyuka
Neben der Verkündigung des Wortes Gottes und dem Gemeindebau konnten so u.a. eine Techniker-/ Hauswirtschaftsschule gebaut und betrieben werden. Dort erhalten junge Kameruner/innen für ihr späteres Berufsleben eine schulische Ausbildung als Maurer, Schreiner, Elektriker sowie Hauswirtschaft.
Neue Krankenstation Mamfe
Seit über 30 Jahren wird in Mbakang bereits ein Health-Center betrieben. Anfang 2004 wurde in Mamfe (Westkamerun) mit dem Bau einer neuen Krankenstation begonnen. Das Grundstück dazu wurde der Mission vom zuständigen Gouvernment geschenkt.
Großzügige Unterstützung durch Bundesregierung
Mit großzügiger finanzieller Unterstützung des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammen-arbeit (BMZ) wurde das neue Sozialprojekt ermöglicht. Es soll Ende 2006 fertig sein. Der 1. BA konnte bereits im vergangenen Jahr fertig gestellt und in Betrieb genommen werden.
In der Krankenstation sind z. Zt. 16 Angestellte ( Arzt, Laboranten u. Krankenschwestern ) Derzeit werden täglich 40-60 Patienten dort ambulant behandelt. Anfang 2006 wurde in der Krankenstation auch eine Nachtapotheke in Betrieb genommen.
Zielgruppe / Zielsetzung für die Krankenstation
Zielgruppe der Krankenstation sind mehrere tausend Familien im Mamfe-Gebiet.
Die Bevölkerung lebt überwiegend von der Kleinlandwirtschaft für den Eigenbedarf. Bedingt durch die klimatischen Verhältnisse und mangelnde Hygiene leidet die Bevölkerung verstärkt unter Tropenkrankheiten, außerdem häufig an AIDS. Die Säuglingssterblichkeit liegt bei 10% und die Kindersterblichkeit bei 15%. Die Geburtshilfestation soll speziell den besonders benachteiligten Frauen und Kindern zugute kommen. Ziel ist eine intensivere Gesundheitsversorgung und Betreuung von Schwangeren, Säuglingen und Kleinkindern durch die Einrichtung einer Geburtshilfestation.
Leider besteht dort derzeit aus räumlichen und personellen Gründen aber nicht die Möglichkeit, Schwangeren-Vorsorgeangebote, Geburtshilfe und Nachsorge anzubieten. Da es in dieser Region keine Einrichtung dieser Art gibt, werden Risikoschwangerschaften meist zu spät erkannt und, bedingt durch weite Transportwege (Manyemen 120 km), Kumba (180 km) kann den betroffenen Frauen und Babys oft nicht mehr geholfen werden. Durch den Bau einer Geburtshilfestation mit dem Angebot regelmäßiger Schwangerschafts-Vorsorgeuntersuchungen (Ultraschall) und der damit gegebenen Früherkennung von Risiko-Schwangerschaften kann die hohe Säuglings- u. Kindersterblichkeit reduziert u. die Lebensqualität der Bevölkerung dauerhaft verbessert werden. Ebenfalls vorgesehen ist Hygiene- und Ernährungsberatung für Mütter mit Säuglingen u. Kleinkindern sowie AIDS-Beratung und die Einrichtung einer Optikstation.
Regierung bittet Aids-Arbeit aufzunehmen
Die Leitung der Krankenstation wurde vom Aids-Beauftragten der Regierung gebeten, dort eine Aids-Station mit Laboruntersuchungen und Behandlungen einzurichten. Die nächste vergleichbare Aids-Einrichtung befindet sich in ca. 200 km Entfernung. Ein weiteres Missionsehepaar ist mit dem Ziel, für diesen Arbeitszweig tätig zu werden, ist 2005 nach Kamerun ausgereist.
Viele selbstlose Helfer
Viele Helfer aus den deutschen VMF-Gemeinden, sowie Zivildienstleistende u. einheimische Mitarbeiter haben an dem Projekt vor Ort durch tatkräftige Hilfe mitgewirkt. Sehr dankbar sind die VMF auch für die fachliche Unterstützung durch den ehemaligen Leiter einer Frauenklinik im Ruhrgebiet, Prof. Dr. Richard Goebel. Neben der Beratung hat er vor Ort bereits Schulungen (u.a. Ultraschalldiagnostik ) für medizinisches Fachpersonal vorgenommen, welche auch von vielen Ärzten aus der Umgebung besucht wurden.