VMF-Reisen

Besuch bei Fam. Schwenk 2019 in Madagaskar 2019

Voller Spannung haben wir uns auf die Reise nach Madagaskar gemacht, um uns ein Bild von dem wunderschönen Land, von den kulturellen Gegebenheiten und vor allem von Reinhard und Martina Schwenk und ihrem Dienst zu machen.

Und was wir gesehen und erlebt haben, hat uns sehr ermutigt. Reinhard und Martina träumen davon, im Himmel möglichst viele Madagaßen wiedersehen zu dürfen. Und so setzen sie sich sehr vielseitig ein, um Menschen auf dieser schönen Insel zu erreichen und zu unterstützen.

Zurzeit konzentrieren sie sich hauptsächlich auf zwei Regionen in Madagaskar: Port Bergé und Antananarivo.
In der Region von Port Bergé, 500 km nördlich von Antananarivo:

  • Evangelisationen in Zusammenarbeit mit den regionalen Pastoren.
  • Unterstützung von Kirchenbauten und Stärkung der bestehenden Gemeinden.
  • Gottesdienste und Essensausgabe im Gefängnis.

In der Region Antananarivo:

  • Predigtdienste in unterschiedlichen Gemeinden.
  • Aufbau des Mißionszentrums in Fierenana.
  • Praktische Hilfe und Weitergeben von Hilfestellungen zu Tierhaltung, Landwirtschaft und Bauarbeiten.
  • Gelegentliche Essensausgabe für obdachlose Kinder.

Es war für uns sehr bereichernd und beeindruckend, auf einer dieser evangelistischen Reisen nach Port Bergé dabei sein zu können. Morgens und abends fuhren wir jeweils mit einer Gruppe lokaler Christen in unterschiedliche Dörfer, bauten dort den Lautsprecher auf, machten Lobpreis, Reinhard predigte das Evangelium und wir durften miterleben, wie Menschen sich für JESUS entschieden.

Ende 2020 soll der Bau des Mißionszentrums abgeschloßen sein, sodaß es ab 2021 mehr Möglichkeiten geben wird, die Menschen in der Region um Fierenana mit dem Evangelium zu erreichen. Auch sind dann Mißionseinsätze für Kurz– und Langzeitler möglich und von Schwenks sehr erwünscht.

Harald Mischler, Simon Osthof

Reise Erika Klußmann nach Kamerun 2016

Zurück aus Kamerun mit einem Koffer voller Grüße!

Am 12. März kam ich (Erika) wohlbehalten und glücklich von meinem 4–wöchigen Missionsbesuch in Kamerun zurück. Mir begegnete ein großer geistlicher Hunger, und so konnte ich mehr als je zuvor GOTTES Wort weitergeben. Überall fand ich aufmerksame Zuhörer, ob es bei der Morgenandacht im Mädchenhaus war, in der Nachbarschaft, unter den Lehrern und Mitarbeitern oder in den Gemeinden. GOTT segnete Sein Wort und ich durfte sehen, wie Menschen unter Tränen Buße taten und Veränderung erlebten. Ein junger Mann, der eine schlimme medizinische Diagnose hatte, ließ sich nach dem Gottesdienst erneut untersuchen und seine Werte waren in Ordnung. GOTT ist immer noch auch unser Arzt, der uns heilt.

„Bitte nimm Grüße von uns mit nach Deutschland. Wir danken den Geschwistern in Deutschland für ihre Hilfe.” Diese Worte bekam ich von allen Seiten mit auf meinen Rückweg. Mit ein paar Fotos möchte ich Euch einen kleinen Einblick geben, was Eure Gebete und Spenden in Kamerun bewirken.

Seit im Jahr 2007 die Grundschule "Espoir/Hoffnung" von Liebe in Aktion e.V. in Batouri gebaut wurde, habt Ihr durch Spenden all die Jahre den sozialen Charakter der Schule ermöglicht. So können Kinder auch aus der sozialen Unterschicht eine gute Grundschulausbildung bekommen und lernen GOTTES Liebe kennen.

Während dieses Besuchs fand ich bei der Großmutter Jeanette ein weiteres Waisenkind: Frank. Er war verunsichert und schwach, ging trotz schulpflichtigem Alter in keine Schule. Er bekam nun durch Eure Hilfe einen Sozialschulplatz in der ersten Klasse.

Dann gibt es aber auch Kinder wie Artur. Für ihn reichte es nicht aus, dass er einen sozialen Schulplatz zum Schuljahresbeginn bekommen hat. Immer wieder kam er nicht zum Unterricht, da er durch Arbeit in der Köhlerei versuchte, etwas Essbares zu bekommen. Euloge fand ihn des Öfteren in schlechter Gesellschaft – auch spät abends! Artur bekam den sozialen Schulplatz für dieses Schuljahr, da er von 2010 bis 2015 bei uns im F.N.E. (Heim Neue Hoffnung) im Jungenhaus lebte. Obwohl Artur kein Waisenkind ist, kam er aus einer schwierigen sozialen Situation. Als das Jungenhaus letztes Jahr geschlossen wurde, übernahm die Mutter wieder die Sorgepflicht.

Wir konnten seine Mutter in diesen Wochen nicht ausfindig machen. Kurz vor meiner Rückreise brachte dann ein Lebensgefährte der Mutter Artur mit der Bitte um Hilfe zur Missionsstation. Er bekam einen Platz im F.N.E. (Heim Neue Hoffnung) auf dem Missionsgelände, er teilt ein Zimmer mit Raoul. Wir betreuen seit unserer Rückkehr nach Deutschland 2013 nur noch 6 Mädchen im Mädchenhaus und Raoul, einen Vollwaisen, der seit 2009 im F.N.E. sein Zuhause hat. Betet für diese Kinder. Vielen Dank, dass sie dort weiterhin ihr Zuhause behalten können. Die Full Gospel Mission und Eure Unterstützung machen das möglich.

Bei meinen Besuchen in der Nachbarschaft hatte ich dieses ermutigende Erlebnis: Eine unserer Schülerinnen aus der 3. Klasse liest ihrer halbseitig gelähmten Urgroßmutter ein Traktat vor und sie übersetzt das darin enthaltene Gebet in die Stammessprache.

Ich wollte auch gern mit Pauline, der Schulleiterin, die Grundschule "Espoir" in Domiaka besuchen. Leider kamen wir aufgrund schwieriger Straßenverhältnisse erst so spät dort an, dass wir keine Schüler mehr antrafen. Diese Schule, bei einem Bakacamp in der Nähe des Dorfes Domiaka gelegen, begann 2001 als eine Alphabetisierungsgruppe und 2012/2013 wurde von Liebe in Aktion e.V. ein richtiges Schulgebäude errichtet. Es ist noch im Rohbau, aber Peter Schneider betreut den Weiterbau durch Liebe in Aktion.

Inzwischen werden dort 146 Schüler von 3 Lehrern unterrichtet und zum Grundschulabschluss geführt. Die Kinder kommen bis zu 8 km zu Fuß zum Unterricht. Die Schule hat nach Überprüfung des Ministeriums nun seine staatliche Anerkennung bekommen. Vielen Dank für Eure finanzielle Unterstützung, die durch die christliche Schule Lörrach für dieses Schuljahr möglich wurde.

Zum Schluss möchte ich Euch noch ein Gebetsanliegen ans Herz legen: In diesem Schuljahr werden in den beiden Schulen "Espoir" 436 Kinder von 10 engagierten Lehrkräften, die alle JESUS lieben und die Vision der Schule teilen, unterrichtet. Betet bitte weiterhin dafür, dass wir immer gute Lehrer finden. Für das nächste Schuljahr brauchen wir 2 neue Lehrkräfte, da eine Lehrerin durch Hochzeit wegzieht und ein Lehrer eine weitere Ausbildung beginnt.

„Die Gnade unseres Herrn JESUS CHRISTUS und die Liebe GOTTES und die Gemeinschaft des HEILIGEN GEISTES sei mit euch allen!“ 2. Kor 13,13

Erika und Hans–Jürgen Klußmann

Bildbericht Reise Madagaskar 2015

Neue Missionsarbeit in Madagaskar

Vom 28. Oktober bis 08. November reiste eine kleine Gruppe nach Madagaskar, um das neue Arbeitsgebiet kennenzulernen. Unsere Missionare Reinhard und Martina Schwenk sind dort integriert in ein Team aus zwei AVC-Familien, einer Hebamme der "Mobilen Hilfe Madagaskar" und mehreren Kurzzeitlern. Darüber wurde bereits in älteren Erntefeldausgaben berichtet. Hier nun ein paar optische Eindrücke aus der Arbeit und dem Land.

Reise Bernd Vogt nach Chile 2015

Reise Stefanie Osthof zum Lehrerseminar in Kamerun 2015

Stefanie Osthof„So sind wir Botschafter CHRISTI und GOTT gebraucht uns, um durch uns zu sprechen.”
2. Kor 5,20

Vielleicht wäre ein Besuch durch unsere Missionsgesellschaft für die Lehrerinnen und Lehrer in Kamerun eine Ermutigung? Möglicherweise brächte ein Lehrerseminar während der großen Ferien für die 3 Grundschulen in Ngaoundéré, Batouri und Domiaka einen bleibenden Gewinn? Nach Rücksprache mit Pauline (Schulleiterin in Batouri), Bernd Vogt, Peter Schneider sowie Hans–Jürgen und Erika Klußmann waren wir uns einig: ja, eine solche einwöchige Schulung würde sicherlich viel Gutes bewirken.

So bestieg ich am 07.08.2015 das Flugzeug in Richtung Kamerun. Während Pauline vor Ort alle Vorbereitungen traf, packte ich meine Koffer mit didaktischem Material, Büroartikeln, Bastelutensilien und vielen Geschenken voll. Der Auftrag meiner Reise war mir klar. Gerne wollte ich die Lehrer durch verschiedene Impulse bereichern, aber ihnen vor allem vermitteln: „Eure Arbeit ist für GOTT wertvoll und ihr seid von IHM sowie euren Geschwistern in Deutschland nicht vergessen!”

In Westafrika angekommen freute ich mich über das Wiedersehen mit meinen kamerunischen Freunden und Geschwistern. Nachdem wir in der Hauptstadt Yaounde noch einige Einkäufe erledigt hatten, machten wir uns auf den weiten Weg in den Norden des Landes nach Ngaoundéré. Die Atmosphäre während des Seminars war durchweg positiv und von gutem Austausch zwischen den Lehrern geprägt. Bei den verschiedenen Seminarthemen waren die 22 Teilnehmer sehr aufmerksam und offen für neue Ideen. Während ich mit ihnen über Inhalte – wie die verschiedenen Persönlichkeiten oder die Vision einer christlichen Schule – sprach, hielten andere Lehrer einen Vortrag über die Pflege eines Klassenraums oder die Verantwortung für das geistliche Leben seiner Schüler. So gebrauchte GOTT ganz verschiedene Personen, um jeden Einzelnen anzusprechen und ihn für Neues zu motivieren.

Während der Woche in Ngaoundéré aß ich mit meinen kamerunischen Geschwistern zusammen; eine Extrarolle wollte ich hier nicht einnehmen. Schon bald wurde mir bewusst, dass es auf Dauer für meinen deutschen Magen doch ungewöhnlich sei, zu allen Mahlzeiten afrikanisch zu essen. Doch da kam schon der Pastor vorbei. Er begrüßte mich – u.a. mit Bananen und 2 großen Baguettes! Ich war GOTT dankbar für dieses Geschenk, das mir zeigte, dass mein himmlischer Vater auch für meine kleinen Bedürfnisse sorgt und mich so gut kennt.

Nach dieser Woche fühlten wir uns alle reich beschenkt und der Wunsch der Lehrer lag in der Luft: nächstes Jahr möge es wieder ein solches Seminar geben!

Anschließend besuchte ich noch viele Freunde und Bekannte in Batouri. Auch wenn die Zeit dort sehr kurz war, konnte ich doch etliche wiedersehen und ermutigen. Dem einen oder anderen durfte ich mit Rat und auch Tat zur Seite stehen. Gemeinsam mit den Lehrern besuchte ich die Familie von Sah, einem Aidswaisen, der wenige Tage zuvor gestorben war. Sah war etliche Jahre Schüler unserer Grundschule gewesen. Auch wenn in solchen Momenten die Worte fehlen, so sind es doch die Anwesenheit und die Teilnahme, die der Familie zu verstehen geben: ihr seid nicht allein!

Wenn ich auf diese Zeit zurückblicke, wird die Frage laut: Was, wenn ich nicht gegangen wäre? Was, wenn ich keine Spendengelder mitbekommen hätte, mit denen ich helfen konnte? Was, wenn der Pastor nicht vorbeigekommen wäre, um mich zu versorgen? Was, wenn die Lehrer nicht die Familie von Sah besucht hätten?

Was wäre, wenn…?

Hätte das Lehrerseminar stattgefunden?
Wäre der Pastor aus dem Dorf Ndélélé, der kein Transportgeld hatte, trotzdem nach Bamenda gekommen, um an der Pastorenkonferenz teilzunehmen? Hätte der Pastor Alain mit seinen 6 Kindern auch ohne die Finanzhilfe alle Kinder für das neue Schuljahr einschreiben können? Hätte jemand anderes die junge Frau besucht, die gerade Eheprobleme hat?

GOTT ist treu und hilft – und doch benötigt ER uns als Werkzeug, um Seinen Willen auszuführen. ER gibt uns den Auftrag zu gehen, zu geben, zuzuhören, zu besuchen, zu trösten, … Möge GOTT uns helfen, heute Seine Botschafter zu sein und jede Gelegenheit wahrzunehmen, Seine Liebe an unsere Mitmenschen weiterzugeben.

Stefanie Osthof

Reise Stefanie Osthof und Erika Klußmann nach Batouri 2014

Zu Hause und doch auf Besuch

JESUS:
„ICH bin der Weinstock, und ihr seid die Reben. Wenn jemand in MIR bleibt und ICH in ihm bleibe, trägt er reiche Frucht; ohne MICH könnt ihr nichts tun. Dadurch, dass ihr reiche Frucht tragt und euch als MEINE Jünger erweist, wird die Herrlichkeit MEINES Vaters offenbart.”
Aus Johannes 15

09. September 2014

Am 16. August stiegen Erika Klußmann und ich ins Flugzeug nach Kamerun. Als Freundinnen und ehemalige Kolleginnen freuten wir uns, diese Reise gemeinsam zu unternehmen. Nachdem wir alles Nötige in Yaoundé organisiert und geklärt hatten, machten wir uns zwei Tage später auf die Reise nach Batouri und freuten uns, dort viele unserer Freunde wiederzusehen!

Während Erika sehr viel zu organisieren hatte und seelsorgerliche Gespräche führte, stellte sich mir in den nächsten beiden Tagen die Frage, welche Aufgaben GOTT für mich bereithatte.

Zwar fühlte ich mich in Batouri absolut zu Hause – aber einen Alltag gab es dort ja nicht mehr für mich; schließlich bin ich schon seit über drei Jahren in Deutschland. In mein Tagebuch schrieb ich: „Es ist meine alte Heimat […], (aber) ich sehe nicht so recht, was in diesen zwei Wochen meine Aufgabe hier ist! HERR, was möchtest Du von mir? Was ist heute Deine Berufung für mich?”

An diesem Tag ging ich in die Nachbarschaft, um dort ein paar "meiner Kinder" zu besuchen. Auf jeden Fall wollte ich bei der Großfamilie von Estelle vorbeischauen. Ihr Vater war polygam und als er starb, ließ er seine Frauen mit über 20 Kindern zurück. Nun haben es die Witwen und Halbwaisenkinder ohne das Einkommen des Vaters nicht einfach. Nachdem ich alle begrüßt hatte, durfte ich Valérie kennenlernen – die Schwester von Estelles Mutter. Sie ist erst Anfang 30, aber sterbenskrank und kam deshalb nach Batouri. Ich erfuhr, dass sie bereits in Behandlung ist und alle notwendigen Medikamente bekommt. Sie hörte sehr aufmerksam und interessiert zu, als ich ihr das Evangelium erklärte. Anschließend beteten wir zusammen und sie gab ihr Leben JESUS.

Am nächsten Tag ging ich wieder hin, um mit ihr zu beten und das Gleichnis vom verlorenen Schaf zu lesen. Sie war ganz gerührt, als sie erkannte, dass sie wie das verlorene Schaf sei, das der Hirte nun wiedergefunden hatte.

Ich durfte während meiner Zeit in Batouri immer wieder zu ihr gehen, mit ihr beten und die Bibel lesen. Gegen Ende meines Aufenthaltes konnte sie nicht mehr aufstehen und nur noch flüstern, da sie so schwach war. Sie war über unsere Begegnungen sehr froh, da sie zuvor GOTT gebeten hatte, ihr jemanden zu schicken, der sie im Glauben anleiten würde.

Ich war GOTT ebenfalls sehr dankbar für diesen genialen Auftrag, den ER mir hier gegeben hatte. Nun wusste ich, dass ER mich zum richtigen Zeitpunkt an diesen Ort geführt hat. Schon allein wegen dieser Begegnung hatte sich mein Aufenthalt gelohnt.

Natürlich gab es auch noch andere Aufgabenbereiche. So nahm ich gerne am Schulleben der Grundschule "Espoir" teil: Das Lehrerseminar durfte ich mitgestalten, die Andachten mit den Schülern übernehmen, Mathematik unterrichten … und einfach zuschauen, wie meine Kollegen dort die Schule weiterführen.

Ich bin echt stolz auf sie – sie machen eine unglaublich gute Arbeit mit viel Hingabe und Überzeugung. Einer der wichtigsten Gründe ist sicherlich: jeder Einzelne weiß sich von GOTT zu dieser Arbeit berufen!

Am 01. September machten Erika, Pauline (jetzige Schulleiterin) und ich uns auf den Weg nach Domiaka. Dort steht mittlerweile ein schönes, jedoch noch nicht ganz fertiges Schulgebäude für die Grundschule "Espoir" Domiaka. Hier gehen die Pygmäen sowie die Kinder aus den umliegenden Orten zur Schule. Die Schule hat einen sehr guten Ruf, sodass letztes Jahr bereits ca. 120 Schüler eingeschrieben waren. Dort angekommen, wurden wir herzlich von Schülern und Lehrern empfangen. Gemeinsam starteten wir das Schuljahr mit einem Gottesdienst, an dem viele Schüler und Eltern teilnahmen. Warum hat diese Schule einen so guten Ruf?

Die drei Lehrer sind überzeugt davon, dass GOTT sie genau dort haben möchte. Sie machen ihren Job, nicht weil sie es tun müssen, sondern weil sie sich von GOTT beauftragt wissen. Und aus diesem Grund tun sie es dort im Urwald mit einer unglaublichen Hingabe. Wenn Menschen GOTTES Ruf wahrnehmen und sich von IHM gebrauchen lassen, kann etwas sehr Gutes und Schönes entstehen! Es gibt keinen besseren Ort, als im Zentrum von GOTTES Willen zu sein. Möge GOTT auch uns helfen, immer genau an diesem Platz zu sein, damit wir viel Frucht bringen und GOTT geehrt wird!

Unsere Tage wurden durch viele unterschiedliche Besuche bereichert: ehemalige Schüler, das Missionsteam von Peter Schneider, langjährige Freundinnen, Leute aus der Nachbarschaft ... So verging die Zeit wie im Flug und es hieß schon wieder Abschied nehmen - in der Hoffnung, sich irgendwann wiederzusehen.

Ein sehr schöner Abschluss unserer Reise war unser neunstündiger Aufenthalt in Brüssel, den uns Rahel Delacourt (geb. Knorr) mit ihrer Familie zu ganz besonderen Stunden gemacht hat. Wir durften gemeinsam in ihrer Gemeinde Gottesdienst feiern und wurden mit viel Liebe bewirtet!

Vielen Dank an Euch alle für Eure Gebete! Es war eine von GOTT vorbereitete und gesegnete Reise.

Wir sind gespannt, wie uns GOTT in Bezug auf Kamerun weiterführen wird.

Liebe Grüße

Stefanie Osthof mit Erika Klußmann

VMF–Missionsreise nach Kamerun 2013

5 Ziele und 1 Vision: Das prägt die VMF–Jugendarbeit und ist unser Herzschlag!

Die ausgestreckte rechte Hand steht für eine Generation, die Gott lobt und gleichzeitig anpackt, um diese Welt zu verändern.

Mission ist kein Programm, sondern eine Lebenseinstellung. Um dies greifbar und erfahrbar zu machen, haben wir uns im VMF Jugendleitungsteam vorgenommen Mission durch Missionseinsätze erlebbar zu machen, das heißt in anderen Ländern zu sehen wie Menschen dem Ruf Jesu gefolgt sind und Gottes Mission leben.
Junge Menschen sollen die Möglichkeit erhalten die VMF und ihre Arbeit als Missionswerk hautnah kennenzulernen.

Aus diesem Grund sind wir mit einer Handvoll junger Menschen im Juni drei Wochen nach Kamerun gereist. 3500km, 10 Stationen und viele Begegnungen haben uns einen super Einblick in die Kultur, die Gemeinde und die Missionsarbeit ermöglicht.

Los ging es in der Hauptstadt Yaoundé. Herzlich begrüßte uns Krankenschwester Esther Riess gemeinsam mit einigen Kamerunern am Flughafen, als unser Flieger um Mitternacht landete. Auf dem Gelände der "Full Gospel Mission" warteten schon unsere Betten auf uns.

Am ersten Tag besichtigten wir gleich das Krankenhaus, hatten Gespräche mit vielen Leuten und machten Besorgungen für die lange vor uns liegende Reise.
Am nächsten Morgen ging es gleich – african style – mit einer Stunde Verspätung mit dem Land Cruiser zu den Missionaren Knorr nach Bamenda. Dort hatten wir eine geniale Zeit: Wir besuchten die Bibelschule, unterhielten uns ausgiebig mit Helga und Werner Knorr und genossen das angenehme Klima des west–kamerunischen Graslandes.

Nach einem Tag auf der Station fuhren wir weiter in den Norden. Zwei Tage sollte die Fahrt auf der Piste dauern. Eine unplanmäßige Flussdurchquerung und Probleme mit dem Kühler des Autos machten schließlich drei Tage daraus.

Sonntagnachmittag kamen wir dann in der werdenden Missionsstation in Ngoundéré an. Hier trafen wir mit unserem Übersetzer zusammen und besuchten am Abend noch einen Studentengottesdienst, der es akustisch in sich hatte.

Ausgestattet mit einem neuen Auto mit funktionierendem Kühler fuhren wir am nächsten Tag weiter zu unserer nördlichsten Station: Garoua. Auf dem Weg hielten wir noch kurz am Hof eines Königs und überreichten ihm als Zeichen der Freundschaft ein deutsches Fußballtrikot. So eins hatte er noch nicht.

Nach fast 300km im Auto kamen wir schließlich an unserem Ziel an. Gespräche und gutes Essen bei der Krankenschwester Vicky Rode mit verschiedenen Pastoren gaben uns Einblick in das Leben im heißen Norden. Auch die Besichtigungen der Gesundheitsstationen, das Einkaufen bei milden 40°C und die Teilnahme an der Gemeindegebetsstunde waren eindrücklich und eröffneten einen Einblick in ein so ganz anderes Leben.
Am Nachmittag des nächsten Tages und mit vielen Fragen im Herzen war es Zeit für eine Verschnaufpause. So machten wir auf dem Rückweg nach Ngaoudéré einen kurzen Abstecher in den "Benoué" Nationalpark. Früh am Morgen machten wir uns auf den Park zu erkunden. Wirklich toll!

Zurück in Ngaoundéré hatten wir nun einen ganzen Tag Zeit die Stadt, die Gemeinde und die verschieden Projekte anzuschauen. Besonders freuten wir uns auf die Zeit mit drei jungen Deutschen, die dort halfen die Schule aufzubauen und Kinderprogramme in der Stadt durchführten. Eine sehr beeindruckende Zeit mit viel Lachen.

Die sich im Aufbau befindende Missionsstation ist ein Beweis des Weitblickes unseres Gottes. Sie befindet sich auf einem Berg neben der Stadt…quasi im nirgendwo. Das Faszinierende bei der Sache ist, dass auf diesem Berg in den nächsten Jahren eine neue Stadt bzw. ein neuer Stadtteil entstehen wird. Gott in seiner Größe hat dafür gesorgt, dass der König des Landes der Mission dieses Grundstück geschenkt hat. So steht jetzt schon eine Missionsstation mit Schule, Kindergarten und bald auch einer Kirche im werdenden neuen Stadtkern. Jetzt muss nur noch gewartet werden bis die Menschen diese füllen werden. Genial oder?

So wird in Ngaoudéré eine Missionsbasis für den überwiegend muslimischen Teil des Landes gebaut und das mit der Unterstützung des muslimischen Königs, der auch das Land für die neue Bibelschule gegeben hat. Sieht alles richtig gut aus!

Um vier Uhr früh war die Nacht am Tag unserer Weiterreise zu Ende. Wir wollten noch den Stadtberg besteigen, um den Sonnenaufgang über diesem wunderbaren Fleck Erde zu sehen. Der Anstieg war die Mühe wert.
Voller Freude auf das nächste Highlight der Reise verabschiedeten wir uns von unseren neuen Freunden, stiegen in den reparierten Land Cruiser und fuhren eineinhalb Tage nach Batouri zu den Missionaren Klußmann.
Die Freude war groß, als wir schließlich auf der Missionsstation eintrafen und das erste Mal seit einigen Tagen duschen konnten. Die Zeit in Batouri war für uns von besonderem Wert! Die Gemeinde, die Waisenhäuser und die Schule, die man von Fotos ja bereits kannte, zum Anfassen. Wir sahen viel, hörten viel und freuten uns über das, was Gott an diesem Ort getan hat.

Am nächsten Morgen fuhren wir früh los. Es sollte ein weiterer Tag sein, an dem Gott uns tief bewegen würde: Ab in den Dschungel. Tief hinein auf engen Wegen, um an einen ganz besonderen Ort zu gelangen: Domiaka. Weitab von jeder Pressemeldung und zwischen Urwaldriesen steht sie, eine Schule. Aber warum? Weil Gottes Liebe auch hier sichtbar werden soll! Jeder ist wertvoll in den Augen Jesu.
Umso mehr Freude machte es, das Geld, das wir auf der letzten VMF–Silvesterfreizeit für dieses Projekt gesammelt hatten, persönlich zu übergeben.

Reich beschenkt fuhren wir zurück nach Batouri und am folgenden Tag weiter nach Yaoundé, dem Ausgangspunkt unserer wunderbaren Reise.

Es war Zeit Abschied zu nehmen. Nach einigen Tagen in Kribi am Atlantik folgten viele Einladungen und letzte Gottesdienste. Schließlich fuhren wir die letzten Kilometer auf kamerunischen Straßen zum Flughafen.

Ein Fazit der Reise: Gesund, müde und erstaunt.

Wir haben viel sehen und erleben dürfen. Unser Horizont ist um einiges größer geworden. Wir sind in jeder Hinsicht reich beschenkt worden. Fremde sind unsere Freunde geworden. Wird durften Gottes Handabdrücke sehen und staunen über das, was Jesus tun kann, wenn Menschen seinem Ruf folgen und beginnen Gottes Auftrag zu leben.