VMF-Bibelseminare

VMF–Bibelseminar 2018

„Lies lieber mal die Psalmen”

Das war das Motto des VMF-Bibel-Seminars vom 02.-04. November 2018 in Lachen.
Ich war jetzt zum 2. Mal dabei – wie auch der Referent Reimer Dietze. Früher dachte ich, es sei für einen geschlossenen Kreis von Mitarbeitern, aber so ist es gar nicht. Es war eine offene und fröhliche Gemeinschaft – das allein ist auch ein Grund dabei zu sein. Da die Psalmen zu meinen Lieblingen in der Bibel gehören, war ich freudig gespannt. Reimer Dietze versteht es, Bezüge von diesen jahrtausendealten Gebeten zu unserer heutigen Welt herzustellen und redet Klartext. Ich freu mich schon aufs nächste Mal.

HW

VMF–Bibelseminar 2017

Bibel–Seminar = Zeit der Erfrischung und Stärkung

Vom 26.–29.10.2017 durften wir wieder ein Bibel–Seminar abhalten. Erstmals trafen wir uns in den Lachener Gästehäusern zu diesem Anlass. Um es vorweg zu sagen: Es war eine sehr gesegnete Zeit vor GOTTES Angesicht, und wir durften die Erfüllung der Verheißung JESU erleben, dass ER mitten unter uns ist, wenn wir uns in Seinem Namen versammeln.

Für die Bibelarbeiten konnten wir den Dozenten Reimer Dietze vom Theologischen Seminar Beröa in Erzhausen gewinnen. Zu dem Thema "GOTTES Werk und unser Leben – der Epheserbrief und die moderne Welt" bekamen wir eine sehr fundierte Einführung in den Epheserbrief, der Hunger nach mehr gemacht hat. Tag für Tag, Bibelarbeit für Bibelarbeit wurden wir weiter durch diesen Brief geführt, der als einer der letzten Briefe von Paulus eine Art Vermächtnis des großen Völkerapostels ist. Das Geheimnis GOTTES wurde uns erschlossen, alles in CHRISTUS zusammenzufassen, was im Himmel und auf Erden ist und dass die Nationen Miterben und Miteinverleibte und Mitteilhaber der Verheißung in CHRISTUS JESUS sein sollen durch das Evangelium. (Du darfst Teil sein der Verwirklichung von GOTTES großer Vision!) Dazu gehört, dass CHRISTUS unser Friede ist, der durch das Kreuz eine einheitliche Gemeinde gebildet hat. ER hat den Zaun abgebrochen zwischen Juden und Heiden: ein Leib, ein Zugang zum Vater durch einen Geist, ein heiliger Tempel im HERRN.

Das soll uns in echte Ehrerbietung und Lobpreis führen und uns unsere Knie beugen lassen vor dem Vater im Himmel. ER gebe uns, mit Kraft gestärkt zu werden am inneren Menschen und schenke uns zu erfassen, was die alles übersteigende Liebe CHRISTI ist.

Die Kapitel 1–3 zeigen die theologische Zusammenfassung von Paulus. In den Kapiteln 4–6 des Epheserbriefes geht es dann um die Anwendung in der Lebenspraxis. Es fängt mit einer Mahnung zur Einheit an. Sprachlich benutzt Paulus dann über vierzig klare Aufforderungen: so sollt ihr handeln. Die Einheit ist nicht befohlene Konformität, sondern das Werk des HEILIGEN GEISTES. GOTT will, dass wir heranwachsen zur Reife zu IHM hin, CHRISTUS, in Liebe, Demut, Sanftmut, Geduld, Bescheidenheit. Daraus erwächst Zufriedenheit, das bedeutet, mit GOTTES Ratschluss im Frieden leben. Die Werte der Heiligen Schrift sind entgegengesetzt den Werten der Welt. Da muss ich mich entscheiden, die richtigen Werte zu wählen. Da erwächst die Frucht des HEILIGEN GEISTES (Gal 5,22 + 23).

Zum Abschluss der Bibel–Seminartage feierten wir am Sonntag noch einen Gottesdienst mit Abendmahl, bei dem uns die Kreuzigung aus dem Blickwinkel des römischen Hauptmanns verdeutlicht wurde, der die Hinrichtung beaufsichtigen musste. Reimer Dietze (studierte auch Geschichte) gab uns dazu noch einen historischen Einblick in die Welt der Römer. Trotz aller heidnischer Religiosität, Philosophie und Lebenserfahrung eines Soldaten hatte dieser Offizier einen unverschleierten Blick auf JESUS und musste sagen: „Wahrhaftig, dieser Mensch war GOTTES Sohn!”

Möge GOTT uns allezeit diesen von verführerischen Philosophien, Zeitgeist usw. unverhüllten Blick und das dazu passende Zeugnis schenken: JESUS CHRISTUS war und ist GOTTES Sohn.

Ich möchte zum Schluss noch dazu ermuntern, Gelegenheiten wie das Bibel–Seminar reichlich zu nutzen. Es sind Zeiten der Ermutigung und Stärkung auf dem Weg!

Bernd Vogt

VMF–Bibelseminar 2016

in Schlageten vom 4. bis 7. November 2016

Zum diesjährigen Bibelseminar sprach Les Wheeldon über das Thema "Die Gemeinde in der Fülle der Kraft" und führte uns mit diesem Fokus durch die Apostelgeschichte. Les ist kein Unbekannter in den VMF-Kreisen, da er 1979 nach Nkongsamba, Kamerun, ausgesandt wurde und dort 8 Jahre mit seiner Frau Vicki für die Mission tätig war. Zurück in Großbritannien diente er zunächst als Gemeindeleiter und nebenbei als Deutschlehrer in einer christlichen Schule in London. Mittlerweile ist er weltweit auch im Predigt- und Lehrdienst unterwegs. Für einige Jahre leitete er das Market Place Bible Institut in Singapur.

Gleich am ersten Abend spürte man eine freudige Erwartungshaltung zum Thema, denn wer sehnt sich nicht nach der Fülle der Kraft sowohl persönlich als auch für die Gemeinde? Aus den sehr reichhaltigen und ermutigenden Predigten möchte ich eine herauspicken, die mich besonders bewegte. Es ging um die berühmte Ausgießung des Heiligen Geistes in Apostelgeschichte 2. Les teilte seine Auslegung in drei Hauptthemen ein:

  1. Die übernatürlichen Zeichen: Brausen, Feuer und Zungen;
  2. die Predigt des Petrus und
  3. die Langzeitauswirkung des Evangeliums.

1) Zunächst stellte Les die Verbindung zwischen dem alten und neuen Testament her: Das Brausen des göttlichen Windes erinnert an das Einhauchen des Lebens in Adam und an die Wiederbelebung der Totengebeine durch die Weissagung Elias - alles Vorboten der noch herrlicheren Erfüllung der Jünger mit dem Heiligen Geist.
Die Feuerzungen wiederrum brachte er in Zusammenhang mit dem Geschehen auf dem Karmel, wo Elia einen Altar baute (bildlich Glaube und Buße), auf das Gottes Feuer herabfiel, das "Alte" verbrannte und so die Voraussetzung für das Aufleben des Bundes mit dem Volk Israel schaffte. Ganz ähnlich verhält es sich mit der Erlangung der Heilsgewissheit im neutestamentlichen Sinn: Zunächst muss der "Altar" Glaube und Buße gebaut werden, bevor Gottes Heiliger Geist fallen und die Gotteskindschaft versiegeln kann.
Das Phänomen der Zungenrede zu Pfingsten ist zwar einmalig in seiner praktischen Auswirkung, denn es wurden 120, den Zuhörern bekannte Sprachen gesprochen, aber für uns heute bedeutet es, dass Gottes Geist unseren Dialekt spricht, in anderen Worten, Gott kann mit uns und durch uns prächtig kommunizieren!

2) Die Rede des Petrus war eine absolute Offenbarung: niemand hatte je zuvor eine solche Predigt gehalten. Wäre es nicht wunderbar, wenn die Zuhörer auf Predigten mit “Was sollen wir tun?” reagieren würden? Auf ein solches vollmächtige Wort sollen ja Taten folgen, wie in Apostelgeschichte 2, Umkehr (= Umbesinnen) und Taufe (=Gehorsam). Die Jünger erlebten bis zu der pfingstlichen Ausgießung einen Prozess, während dem sie "entleert" oder, in anderen Worten, von ihrem eigenen Ich befreit wurden. Erst so waren sie bereit, durch den Empfang des Heiligen Geistes in der Neuheit der Auferstehungsleben zu dienen.

3) Die "Langzeitauswirkung" des Pfingstwunders offenbarte sich nicht in erster Linie durch übernatürliche Zeichen, denn das Brausen, die Feuerzungen und 120 Sprachen traten nur kurz auf und hatten keinen Bestand. Es war vor allem die Verwandlung der Jünger durch die ausgegossene Liebe Gottes in Form des Heiligen Geistes, die dazu führte, dass die Gemeinde durch Liebe geprägt wurde. Noch heute ist ein solches Zeugnis das wirkungsvollste Mittel für die Evangelisation. Obwohl, z.B., Paulus im Gegensatz zum Apostel Petrus kein Augenzeuge des Lebens und des Todes Jesu war, war dies für die vollmächtige Verkündigung des vollen Evangeliums überhaupt kein Nachteil. Daher können wir als Gemeinde genauso "in der Fülle der Kraft" in unserer Zeit wirken, denn jede Erweckung fängt mit erweckten Menschen an.

Am Ende seiner Predigt gebrauchte Les eine einprägsame Veranschaulichung aus der südindischen Sprache Telugu: das Wort für Raupe, nämlich Gongalipurugu, bedeutet übersetzt "ein mit einer Decke bedecktes Insekt" und das für Schmetterling, Sitakokachiluka, "ein mit göttlicher Bekleidung ausgestatteter Vogel". Welch eine wunderbare Beschreibung für die Verwandlung des inwendigen Menschen durch den Geist Gottes!

Das Bibelseminar war auch dieses Jahr von einer liebevollen Atmosphäre geprägt, in der schöne und tiefe Gespräche stattfanden und eine herzliche Gemeinschaft gepflegt wurde. Das sonnige Wetter verlockte viele zu kleinen Ausflügen in der Umgebung des Albtals. Ein Lob gebührt hier dem Küchenteam von Manfred Kaiser, das für unser leibliches Wohl gesorgt hat. Das nächste Bibelseminar findet vom 26.–29.10.2017 in Neustadt an der Weinstraße statt und ist bei mir jedenfalls schon im Terminkalender vermerkt!

Sylvia Fisher

VMF–Bibelseminar 2015

In diesem Jahr ist die Frage: “Wo fand das Bibel-Seminar statt?” von besonderer Bedeutung. Unser ehemaliges "Missionshaus Albtal" wurde nämlich zwischenzeitlich verkauft. Aber durch GOTTES Gnade kam es in die Hände der Nachbarsfamilie Kuhlmey, die es als Gruppenhaus "Zum Hirschen" ganz im bisherigen Sinne weiterführt. Trotz des Wechsels ist der Segen GOTTES von dem Haus nicht gewichen, wie wir deutlich erleben durften.

Wir trafen uns mit etwa 50 Personen. Bernd Vogt war als Missionsleiter der geistliche Leiter des Seminars. Ernst-Dietrich Osthof übernahm die gesamte Organisation. Fünf unserer Mitgliedsgemeinden waren durch ihre Leiter vertreten. Aus Südspanien kam unser Missionar Ian Hardy. Aus der Schweiz kam unser Referent Mario Vetsch.

Ein besonderes Kennzeichen dieses Seminars war die Harmonie. Angefangen von der guten Versorgung durch die Küche, die vielfältigen Wortbeiträge durch die Brüder, der reiche Segen an Weissagungen und Gesichten bis hin zu dem Thema unseres Referenten aus Hebräer 1,1-2.

Die 7 Vorträge Marios hatten folgende Überschriften:

  1. GOTT erklärt sich uns selbst.
    - ER ist ein GOTT der Liebe -
  2. Was sagt uns GOTT?
    - Eine Botschaft des Friedens und der Freude -
  3. Beziehung, wie GOTT sie nicht will.
    - Keine Tagelöhner: Welches sind unsere Motive? -
  4. GOTTES Herz: Was will GOTT?
    - Beziehung, Gemeinschaft, Hingabe -
  5. Evangelisation oder was christliches Wachstum heißt.
    - Von GOTTES Liebe erfüllt: sehen wie JESUS sieht -
  6. Wie sollte unser christliches Leben geschehen?
    a) Nur aus Seiner Kraft
  7. b) Nur durch Seine Führung

Erfreulicherweise waren viele Jugendliche und junge Erwachsene gekommen, sodass die Weiterführung des Bibel-Seminars gesichert erscheint. Hierfür danken wir dem HERRN in besonderer Weise.

Dieter und Rita Schön, Birkenfeld