VMF-Mitarbeiterseminare

VMF-Mitarbeiterseminar 2019

VMF–Mitarbeiter–Seminar und Jahreshauptversammlung

Am 23.03.2019 fand in Herborn–Seelbach vormittags ein VMF-Mitarbeiter–Seminar und nachmittags die VMF–Jahreshauptversammlung statt. Nach der Begrüßung und einem gemeinsamen Gebet im erfreulicherweise vollständig gefüllten Gemeindesaal hielt Dirk Glaser (Volksmission Bietigheim–Bissingen) einen spannenden Vortrag über die Entwicklung evangelikaler Mission. Mit umfangreichem statistischem Material verdeutlichte er, dass der Anteil evangelikaler Christen an der Bevölkerung in vielen Ländern Afrikas, Lateinamerikas und Asiens in den letzten Jahrzehnten deutlich anstieg, während er bei uns in Mitteleuropa höchstens stagnierte. Seine These dazu war, dass Mission inzwischen "von überall nach überall" und nicht mehr einseitig aus christlich geprägten Ländern heraus stattfindet. Dies ist durchaus eine zu den vielseitigen Tätigkeitsfeldern und Aktivitäten der VMF sehr gut passende Feststellung.

Nach der Mittagspause folgten ein optimistisch stimmender Missions– und ein sehr gut aufbereiteter und überaus verständlicher Finanzbericht. Zusätzlich berichtete je ein Vertreter der Mitgliedsgemeinden über die sehr unterschiedliche aktuelle Situation dort.

Anschließend standen die Wahlen des geschäftsführenden Vorstands an. Während die Kassiererin Friedhilde Epah mit großer Mehrheit wiedergewählt wurde, traten der Missionsleiter Bernd Vogt und der Schriftführer Klaus Siffringer nicht mehr zur Wahl an. Als neuer Vorsitzender wurde Simon Osthof – ebenfalls mit großer Mehrheit – gewählt. In einer kurzen Ansprache betonte er, seine neue Aufgabe sehr ernst nehmen und alle Entscheidungen laufend bezüglich GOTTES Willen hinterfragen und sich von IHM führen lassen zu wollen. Für die Position des Schriftführers gab es zwei Kandidaten. Gewählt wurde Harald Mischler aus Schaafheim. Dem neuen Vorstand sei viel Erfolg, Geduld und Geschick bei seiner verantwortungsvollen Tätigkeit gewünscht. Die ausscheidenden Vorstandsmitglieder hingegen erhielten von der VMF und den Anwesenden reichlich Dank. Dazu wurden vorrangig lebende Geschenke übergeben – von der Orchidee bis zum Orangenbäumchen. Hoffen wir, dass die Pflanzen bei ihnen in ähnlich guten Händen sind wie die VMF es in den letzten Jahren war.

Nach einer Kaffeepause inkl. überaus reich gedeckter Kuchentafel – der Gemeinde Herborn–Seelbach sei für ihre Gastfreundschaft ganz herzlich gedankt – folgten sehr interessante Grüße der ausgesandten Missionare und der VMF–Jugend in Form von Briefen und Videos.

Erfreulicherweise entwickelte sich danach eine sehr breite, bunte Diskussion über die einzelnen Missionsfelder und andere Themen, die sehr konstruktiv und unter aktiver Beteiligung vieler Mitglieder geführt wurde. Genau dieser Austausch ist die große Chance solch einer gesetzlich vorgeschriebenen Versammlung, sodass die dadurch verursachte Überziehung des angedachten Zeitrahmens um fast eine Stunde ein sehr gutes und gut zu verschmerzendes Zeichen ist. Schließlich lebt die VMF nicht bloß von den Spenden, sondern vielmehr auch von den Ideen, den Konzepten, der aktiven Mitarbeit und besonders den unablässigen Gebeten ihrer Mitglieder.

Heiner Klaes, Meiswinkel

Jahrehauptversammlung 2019

VMF–Mitarbeiterseminar 2018

Seminar & Jahreshauptversammlung der VMF am 10.03.2018

Zur alljährlich stattfindenden Jahreshauptversammlung der VMF hatte auch in diesem Jahr die Gemeinde Herborn–Seelbach eingeladen. Nahezu alle Plätze waren besetzt, als der Missionsvorsteher Bernd Vogt die Gäste begrüßte.

Nach guter, alter Tradition, die in vielen Gemeinden üblich ist, durfte sich ein Geburtstagskind der vergangenen Woche ein Lied wünschen. Diesmal war es unser Kamerunmissionar Werner Knorr, der wenige Tage zuvor seinen 80. Geburtstag feiern konnte. Gemeinsam sangen wir sein Wunschlied: "Oh, lehre mich wandeln wie Henoch mit GOTT, mein Heiland, bei Tag und bei Nacht…" Wenn sich jemand, der ein halbes Jahrhundert Missionsarbeit hinter sich hat, in hohem Alter so ein Lied wünscht, dann beeindruckt das.

Seminarvortrag

Nach einer Gebetszeit hielt Dieter Achtzehn seinen Seminarvortrag zum Thema: Wirken in der Kraft des Fleisches oder in der Kraft des GEISTES. Ausgehend von Galater 3,1–3 wies Bruder Achtzehn darauf hin, dass wir Menschen immer dann, wenn der GEIST GOTTES in Seinem Wirken nachlässt, versuchen, durch menschliches Eingreifen Dinge aufzufangen und zu regeln. Gelingen wird uns jedoch nur das, was letztlich der GEIST GOTTES bewirkt. Dies untermauerte er durch eindrückliche Bibelstellen aus dem AT und NT.

Dieter Achtzehn (54) ist in Südafrika aufgewachsen, hat dort Jura studiert und war als Jurist tätig. Innerlich spürt er für die Zukunft eine Berufung zum geistlichen Dienst in Deutschland.

Geschäftssitzung

Bei der Geschäftssitzung am Nachmittag waren wieder einmal alle beeindruckt von der gewissenhaften Arbeit des Vorstandes und der tadellosen Buchführung. So konnte dem Vorstand ohne Gegenstimme für die Arbeit im vergangenen Kalenderjahr Entlastung erteilt werden.

Kassenbericht

Mit durchweg positiven Zahlen konnte Kassenverwalterin Friedhilde Epah (Schaafheim) die finanzielle Situation der VMF darstellen. Das Spendenaufkommen sei in 2017 lediglich um rund 4 % zurückgegangen. Da auch gleichzeitig die Ausgaben entsprechend gering gehalten werden konnten, wurde ein Überschuss erwirtschaftet. Insgesamt seien 61 % der Ausgaben in die Außenmission investiert worden. Aufgrund der ehrenamtlichen Tätigkeiten liegen die Verwaltungskosten bei rund 2,52 % und werden von kompetenter Seite als "niedrig" bezeichnet. In verschiedene Projekte, wie z.B. Schulen in Ostkamerun, New–Life–Ministries (Buchdruck Japan), Gemeindegründung in Frankreich, konnten Hilfen mit einer Gesamthöhe von über 50.000 € bewilligt werden.

Berichte aus den Gemeinden

Aus den einzelnen VMF–Gemeinden kamen positive, ermutigende Kurzberichte. In einer kurzen Video–Einblendung stellte sich das Ehepaar Albrecht & Lena Meinig vor, das es auf dem Herzen hat, Thony Fisher und sein Team in Magdeburg zu unterstützen. Die Missionsleitung bekam grünes Licht, die beiden anzustellen, um ihnen den Einstieg in Magdeburg zu erleichtern.

Außerdem nahm David Eckel an der Sitzung teil. Er studiert am Marburger Bibelseminar, brennt für JESUS und ist bereit, sich im Rahmen seines Anerkennungsjahres in der VMF, besonders im Bereich der Jugendarbeit, einzubringen. Der Gedanke, mit Dieter Achtzehn in Zukunft eng zusammen zu arbeiten, wurde eingehend besprochen, führte jedoch zu keinem Beschluss innerhalb der Jahreshauptversammlung.

Dank an Gastgeber

Den Herborn–Seelbacher Geschwistern sei ganz fest gedankt für ihren Einsatz, uns zu bewirten und zu verwöhnen! Es ist Euch mal wieder gelungen.

Ernst–Dietrich Osthof

VMF-Mitarbeiterseminar 2017

Seminar für VMF–Mitarbeiter/innen 2017

Seminar mit David Schneider, Ecclesia – Pastor und Jugendpastor in Ulm. Bei bestem Frühlingswetter fand am 25.03.2017 in Herborn–Seelbach ein Seminar für VMF–Mitarbeiter/innen statt. Nach einer Begrüßung von Bernd Vogt und einem Klassiker aus dem Pfingst–Jubel wurde der Samstagvormittag mit einem Vortrag von David Schneider eröffnet. David ist Pastor einer Gemeinde mit 800 Mitgliedern. Seine Eltern waren Missionare.

In dem Seminar ging es um die Frage, welche Rolle die verschiedenen Altersgruppen in einer funktionierenden Gemeinde spielen und welche Wichtigkeit jeder Einzelne davon hat. Er erklärte dabei anfangs, dass die Kinder in der Gemeinde genauso wichtig sind wie die Teens, Studenten oder auch die Rentner. Ein interessantes Beispiel hierfür war ein Familienhauskreis mit organisierter Kinderbetreuung von FSJ'lern. Die Wichtigkeit von Gemeindewachstum und der Gang mit der Zeit – zukunftsorientiert denken – ist für eine Gemeinde das A und O, um langfristig wachsen und überleben zu können. Außerdem muss die Gemeinde nicht dir, sondern den Kindern und Teenagern "gefallen", sie sind die Zukunft. Der Fokus muss auf die geistlich Schwachen gelegt werden, die sich selbst noch für ein Leben mit GOTT entscheiden müssen. Schon in der Bibel sagt JESUS: „Die Kinder sind das Wichtigste ...” Allein die Tatsache, dass 90 % der Christen in ihrer Kindheit zum Glauben gefunden haben, belegt die Wichtigkeit der Nachwuchsarbeit.

GOTT gibt uns unsere Identität, und die Gemeinden brauchen Menschen, die Zeit haben. Der Schlüssel zum Gemeindewachstum ist, Zeit zu investieren, weshalb eine Gemeinde auch Geld z.B. in festangestellte Prediger investieren sollte. Das Wachstum der Gemeinde ist ein Geschenk GOTTES. Trotzdem sollten die Mitglieder der Gemeinde zugerüstet werden, damit die Gemeindearbeit Frucht tragen kann.

David erzählte uns weiterhin von den "8 geistlichen Prinzipien", die man im Johannes–Evangelium und in Timotheus findet. Eine gesunde Gemeinde ist eine:

  1. GOTT orientierte Gemeinde
  2. auftragsorientierte Gemeinde
  3. JESUS bekennende Gemeinde
  4. wortbasierende Gemeinde
  5. Menschen vertrauende Gemeinde
  6. Leiter ehrende Gemeinde
  7. Gaben orientierte Gemeinde
  8. GEIST orientierte Gemeinde

Wichtig ist es, die Fähigkeiten jedes Einzelnen zu finden und zu fördern. Gemeinde braucht dafür auch Veränderung. Die Menschen müssen JESUS in jedem Einzelnen sehen, und Mission fängt da an, wo du, wo wir sind. Denn GOTT will Rettung, die Gebote GOTTES wollen Leben geben.

GOTTES Segen Euch

Jan Michel Daub, SI–Meiswinkel

 

Jahrehauptversammlung 2017

VMF–Mitarbeiterseminar 2016

VMF–Mitarbeiter–Seminar in Herborn–Seelbach

Bericht zum Vortrag von Anthony Fisher.
Thema: Das Evangelium verkünden in der "säkularen Stadt"

Anthony Fisher kommt aus Oberursel, ist momentan in Potsdam bei einem Gemeindegründungsprojekt angestellt und wird im Oktober ein eigenes Gemeindegründungsprojekt in Magdeburg mit der VMF beginnen.

Das Evangelium ist und bleibt unser Hauptauftrag. Leider verlieren wir das oft aus dem Auge, im privaten Bereich, aber auch in der Gemeinde. Die Frage ist: Wie kann man in einer Minute das Evangelium erklären? Das Evangelium ist kein Schema, die Bibel kennt viele unterschiedliche Darstellungen, z.B: Joh 3,16; Mk 1,15; Röm 10,9 usw. Es gibt viele Themen, die sich wie ein roter Faden durch die Bibel ziehen und auf ihre Weise das Evangelium erzählen, z.B.:

1. Der Bund: Wir sind Sein Volk, die Erfüllung des Bundes bringt Segen, das Brechen bringt Fluch, aber JESUS nimmt den Fluch auf sich, um uns jetzt zu segnen und in Zukunft den perfekten Ehebund mit uns zu schließen.

2. Heimat und Exil: Wir leben in einer kaputten Welt, die nicht unsere eigentliche Heimat ist. JESUS verlässt Seine Heimat bis zum Verstoßensein am Kreuz, um uns jetzt eine neue geistliche Heimat zu geben und uns bald in der neuen Schöpfung ein perfektes Zuhause zu schenken. Dies eröffnet Möglichkeiten, um Menschen das Evangelium lebensnah erzählen zu können:

1. Bund: In Zeiten von Beziehungslosigkeit suchen die Menschen nach festen, sicheren Beziehungen.

2. Exil: Flüchtlinge können aufgrund ihrer eigenen Erfahrungen diesen Aspekt sehr gut nachvollziehen.

Es reicht nicht, das Evangelium gut herüberzubringen, wenn wir ihm mit unserem Tun widersprechen, wie z.B. Petrus in Gal 2,14. GOTT fordert uns heraus, das Evangelium in jedem Lebens– und Dienstbereich sichtbar zu machen. Z.B. sollten wir uns fragen, ob unsere Gottesdienste einladend sind und ob wir die Sprache der Menschen reden?

In der "säkularen Stadt" und speziell in Europa werden Glaube und Religion an den Rand gedrängt, obwohl das Christentum weltweit enorm wächst. Das bringt verschiedene Herausforderungen mit sich. (Daher kommen mittlerweile Missionare aus den Ländern zu uns, in die wir früher Missionare geschickt haben.)

1. Säkulare Menschen wollen sich selbst verwirklichen, indem sie authentisch leben. Für sie bedeutet das, ihrem inneren Empfinden zu folgen. Äußere Autoritäten wie GOTT, Bibel oder Institutionen finden darin keinen Platz, sondern werden als Einschränkung der persönlichen Freiheit empfunden. Also wird das Evangelium oft als einschränkend und gesetzlich wahrgenommen. Wir sind herausgefordert, die Gnade und Freiheit des Evangeliums herüberzubringen, ohne dabei die Maßstäbe der Bibel aufzugeben, die eine Umkehr erfordern.

2. Außerdem ist die "säkulare Stadt" geprägt durch die Vielfalt von Möglichkeiten und Angeboten, ein Gottesdienst ist hier nur ein Angebot von vielen. Dabei ist es wichtig, uns nicht primär durch Abgrenzung von anderen zu definieren, sondern positiv durch das Evangelium. Im Gottesdienst eine Vielfalt einzubringen, kommt den Menschen entgegen.

3. Die Schnelllebigkeit des Stadtlebens mit vielen Beziehungsumbrüchen, Berufs– und Ortswechseln macht es schwer, mit Menschen den nötigen langen Weg der Jüngerschaft zu gehen. Hier müssen wir Wege finden, in kurzer Zeit viele Grundlagen zu vermitteln, wie z.B. früher durch die Katechese.

Das Evangelium ist eine Kraft, die alle Herausforderungen überwindet. Und so rettet GOTT heute noch Menschen.

Tobias Klauke, SI–Meiswinkel
Anthony Fisher, Potsdam

 

Jahrehauptversammlung 2016

VMF–Mitarbeiterseminar 2015

"Der ewige Reichtum eines zerfallenden Gefäßes"

Im Rahmen der Jahreshauptversammlung der VMF fand traditionell das Mitarbeiter–Seminar am 21.03.2015 in Herborn–Seelbach statt. Das Referat von Pastor Johannes Vogt, Freiburg, stand unter dem Thema: "Der ewige Reichtum eines zerfallenden Gefäßes: Die Botschaft der Bibel verstehen, verinnerlichen und verbreiten..."

In unserer Gesellschaft spielen christliche Werte eine zunehmend geringere Rolle. Die Frage ist: Wie gehen wir damit um? Versuchen wir, dagegen anzugehen oder akzeptieren wir, dass die Gesellschaft ihr wahres Gesicht zeigt? Genau in dieser Situation sollten wir ganz neu definieren, was uns als Gemeinde ausmacht und wie unser Bibelverständnis ist. Johannes zeigte ein Bild, das von verschiedenen Menschen mit 2 verschiedenen Farben wahrgenommen wird, weil das Gehirn das Bild anders interpretiert. Wir interpretieren immer, was wir wahrnehmen. Die Frage in Bezug auf die Bibel ist hierbei: Wie ordnen wir Bibeltexte ein, durch welche Brille werfen wir unsere Blick auf das Verhältnis von CHRISTUS und der Schrift?

Was uns Christen eint:
GOTT redet und wirkt durch die Bibel. In der Beziehung Mensch GOTT ist die Bibel die höchste Instanz und vollkommen. Wie und an wem GOTT wirkt, ist allein Seine Sache, wir haben darauf keinen Einfluss. Wenn wir die Bibel lesen, müssen wir alles an JESUS reflektieren. GOTT wirkt durch die Bibel. Hat die Bibel deswegen selbst göttliche Eigenschaften und Anteil an GOTTES Vollkommenheit? Hierzu ein Beispiel: Ich benutze den Hammer, wirke also durch diesen. Deswegen wird der Hammer aber kein Teil von mir. GOTT offenbart sich in der Bibel, die in verschiedenen Kulturen, Sprachen und Zeiten von Menschen geschrieben wurde und nicht einfach vom Himmel gefallen ist (auch wenn GOTT natürlich Seine Finger im Spiel hatte). Solange GOTTES GEIST nicht durch die Bibel wirkt, hat sie keine göttliche Autorität. Trotzdem dürfen wir sie nicht relativieren! Nur JESUS konnte die heilige Schrift des alten Testaments relativieren, weil ER, von GOTT kommend, Autorität dazu hatte. (Mk 7: JESUS erklärt die Tiere für rein)

Zu einer Selbstreflektion des eigenen Bibelverständnisses kann man sich auf einer Skala von 4–1 (stimme diesem Punkt: –ganz zu, –überwiegend zu, –überwiegend nicht zu, –gar nicht zu) zu den folgenden Punkten positionieren:

  1. Die Bibel ist verbal inspiriert. (GOTT hat die Schreiber bis in die genaue Wahl ihrer Worte hinein geleitet. Der eigentliche Autor der Bibel ist GOTT.)
  2. Die Bibel ist GOTTES Wort. Das heißt, die Begriffe «Bibel» und «GOTTES Wort» bedeuten das Gleiche, sie sind austauschbar.
  3. Die Bibel ist GOTTES entscheidende Offenbarung und damit die entscheidende Grundlage des christlichen Glaubens.
  4. Wie GOTT hat auch die Bibel absolute Autorität. Ihre Autorität ist GOTTES Autorität. Was die Bibel sagt, das sagt GOTT.
  5. In der Bibel gibt es keine Fehler und Widersprüche. Das gilt auch für ihre geschichtlichen, geographischen, biologischen, medizinischen und astronomischen Aussagen. In der Bibel kann es keine Fehler geben, weil GOTT keine Fehler macht. GOTT ist vollkommen, also ist es Sein Wort auch.

Zu 1.: Die Bibel ist nicht von GOTT wortwörtlich diktiert. Menschen haben sie (mit ihren persönlichen Hintergründen) geschrieben.

Zu 2.: Die Bezeichnung GOTTES Wort hat verschiedene Bedeutungen (nicht nur Heilige Schrift), welche zu trennen sind.

Zu 3.: JESUS ist die entscheidende Offenbarung und entscheidende Grundlage des christlichen Glaubens.

Zu 4: Die Bibel hat nur Autorität, wenn GOTT durch sie handelt.

Zu 5.: Es finden sich in Randbegebenheiten durchaus Widersprüche (z.B. Bekehrung des Paulus).

Der griechische Teil der Bibel unterscheidet zwischen "glauben" und "glauben an". "Glauben an" findet sich dabei NIE in einem anderen Zusammenhang als mit GOTT. Es heißt nie: “Ich glaube AN die Schrift.” Die Menschen glaubten auch nicht "AN Johannes den Täufer", sondern "sie glaubten Johannes dem Täufer", also vertrauten sie auf die Wahrheit der Botschaft, die Johannes weitergab. So glauben auch wir DER Bibel und nicht AN die Bibel. Die Frage ist jetzt: Wie vermittle ich das Evangelium in einer Zeit, in der christliche Werte irrelevant geworden sind? In Apostelgeschichte 8,26–28 wird von einem Eunuchen (Kämmerer) gesprochen, dem der Zutritt zum Tempel in Jerusalem verwehrt wurde. Er wollte diesem GOTT der Juden begegnen und hat die Tür vor der Nase zugeschlagen bekommen. Er kaufte sich daher eine Schriftrolle, um wenigstens etwas von GOTT zu lesen. Allerdings versteht er nicht, was er liest und fragt sich, von wem denn die Rede in der Bibelstelle ist. Philippus kann ihm erklären, was es bedeutet, an JESUS zu glauben und vor allen Dingen, dass JEDER Mensch zu GOTT durch JESUS kommen kann, auch er! Diese Botschaft sollten auch wir weitergeben.

Matthias Mahr und Tobias Klauke

 

Jahreshauptversammlung 2015